Über uns


Mein Name ist Laura Rotterdam, ich bin 1994 geboren, bin Lehrerin an einer Grundschule und lebe mit meinen Hunden in Gelsenkirchen, mitten im Ruhrgebiet. 

Meine Geschichten zum Australian Shepherd begann bereits 2007, als bei mir erstmals der Wunsch aufkam, einen Hund adoptieren zu wollen. Meine Eltern, bei denen ich zu der Zeit noch wohnte, waren von diesem Plan weniger begeistert als ich und so kostete es auf beiden Seiten so einige Nerven und all meine Überzeugungskraft, dass die Idee eine gute wäre. Die Zweifel waren auf Seiten meiner Eltern groß, ob meine Schwester und ich als Teenager die (Mit-)Verantwortung für einen Hund über so viele Jahre hinweg tragen könnten und wollten. Doch am Ende trauten sie mir und stimmten zu. Damit fingen die Überlegungen, welche Rasse am besten passen würde, an. Aus dem Leistungssport kommend war für mich eigentlich sehr schnell klar, dass es ein ebenso sportlicher Hund werden sollte. Der Border Collie hatte mich dabei schon lange fasziniert und so kam es, dass wir uns einen Wurf Border-Welpen auf einem alten Bauernhof anschauten. So selbstverständlich wie für mich die Idee vom Border kam, ging sie an diesem Tag auch wieder. Wir durften hier Hunde beobachten, die den ganzen Tag frei auf dem Hof herumliefen und zwischendurch ihrer Arbeit an den Schafen nachgehen konnten. Wir waren uns alle sofort einig: Das ist nicht mein Hund. Ob dieses implusartige zurückziehen von der Idee des Borders und das Vorziehen der Alternative, für die wir uns dann entschieden, so klug war, das weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls waren wir ab diesem Tag derart abgeschreckt von einem aktiven Hund in unserer Familie, dass die langjährige Traumrasse meiner Mutter in die Auswahl kam: der Berner Sennenhund.
Felix und ich | Herbst 2015
Felix und ich | Herbst 2015

Es dauerte nicht lange und wir fanden unseren Felix in den Kleinanzeigen. Von da an machten fast wir alles falsch, was man falsch machen konnte. Einzelkind Felix hatte keine Papiere, aber die brauchten wir ja auch nicht, schließlich wollten wir ja nicht züchten. Hunderte Male habe ich diese Geschichte nun schon erzählt und noch immer weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, dass unsere Idee vom "Rassehund mit Papieren" so eingeschränkt war. Felix zog also zu uns als blutige Hundeanfänger. Ein dominanter, unsozialer und intakter Berner Sennenhund Rüde im Alter von einem Jahr holte uns dann auf die Boden der Tatsachen zurück und zeigte uns, dass auch ein Couchpotato nicht unbedingt gleichzusetzen mit dem Wort "Anfängerhund" ist. Papiere und einen Stammbaum brauchten wir ja nicht und so ist es nur wenig verwunderlich, dass Felix bereits im Alter von 10 Monaten schwere Ellenbogendysplasie hatte und operiert wurde. Mit knapp vier Jahren kam dann eine Hüftdysplasie hinzu, er bekam Goldimplantate und konnte so noch viele weitere Jahre mit uns verbringen bis er schließlich mit achteinhalb Jahren an Krebs verstarb. Unsere Lektion zum Thema "das Geld für einen Hund mit Papieren kann man sich doch sparen, wenn man ohnehin nicht züchten möchte" war damit gelernt.

Mein Seelchen und ich | Frühling 2014
Mein Seelchen und ich | Frühling 2014
Bereits kurz nach Felix Einzug merkte ich, wie viel Spaß mir die Arbeit mit Hunden machte, doch Felix war auf Grund seiner Masse und seiner Erkrankungen nicht für das geeignet, auf das ich bei der Beschäftigung mit meinem Hund Lust hatte: Hundesport. In der Zwischenzeit lernte ich den Australian Shepherd kennen. Er erschien mir alltagstauglicher als der Border Collie und dennoch arbeitsfreudig und motivierbar. Es war also klar: Ein Aussie muss her. Und so begann ein Kampf, wiederum mit meinen Eltern, der noch anstrengender war als der, überhaupt einen Hund haben zu können. Er ging über vier Jahre und war mit vielen Tränen verbunden. Zwei Hunde in einer Familie? Das ging in den Augen meiner Mutter gar nicht. Ich lies mich nicht beirren und für mich war klar, eines Tages würde ich meinen Aussie haben - am liebsten eher gestern als heute, aber da hatte meine Familie ja weiterhin ein Wörtchen mitzureden. Es gab seitdem wohl keinen Tag, an dem ich nicht auf irgendwelchen Züchter-Seiten unterwegs war, mich mit Menschen, die Aussies besaßen traf oder mich im Internet und mit Büchern über die Rasse schlau machte.
Frühling 2014
Frühling 2014
2012 lockerte sich ihre Meinung dann endlich und auch sie selbst sagt heute, dass es richtig so war. Die Züchtersuche hatte ich in den vergangenen Jahren ja längst erledigt und so ging dann alles ganz schnell: Mylie war bereits geboren, als wir ihre Züchterin, die noch heute eine gute Freundin unserer Familie ist, zum ersten Mal besuchten. Fünf Wochen später zog mein kleiner Traum auf vier Pfoten dann endlich ein. Mylie hat es mir in den ersten Jahren sehr einfach gemacht, wollte und will immer gefallen und auch wenn sie mit anderen Hunden nicht immer die Souveränste ist, sie ist mein absoluter Seelenhund. Durch sie kam ich zum Hundesport. Wir begannen mit der normalen Unterordnung, starteten in Ansätzen mit dem Turnierhundesport, probierten uns im Frisbee und Rally-Obedience aus und landeten schließlich beim Agility. Hier sind wir bis heute geblieben.
Juno und ich | Sommer 2018
Juno und ich | Sommer 2018

Seit 2014 unterstützt nun auch Juno unser Rudel. Er arbeitet im Sport einfach nur genial und ist auch ansonsten das genaue Gegenteil von Mylie. Immer lieb, immer entspannt und mit einem riesengroßen Löwenherz ausgestattet macht er mein Duo komplett. Zu Juno kam ich mit Hilfe all des Wissens, das ich mir in den vier Jahren mit Berner, ohne Aussie angeeignet hatte. Ich wusste immer mehr, welche Linien ich einmal besitzen wollen würde, aber auch wie schwer es ist, diese in Europa zu bekommen. Ebenso klar war mir inzwischen, dass ich mir als Zweithund besser ein kleineres Exemplar vorstellen konnte. Der Mini Aussie stand schon bei Mylies Einzug 2012 zur Debatte doch gestaltete sich die Suche nach einem Welpen aus einer guten Zucht und Elterntieren, die meinem Geschmack entsprachen hier sehr schwierig. Zugleich ließ ich mich von den Meinungen anderer beeinflussen und entschied mich daher gegen den Mini. Für meinen Zweit-Aussie, erst recht einen Rüden, wusste ich dann aber genau, was es werden soll: ein gesunder Aussie aus meinen favorisierten Linien mit ein paar Centimetern Schulterhöhe weniger.

Winter 2019
Winter 2019

Fündig wurde ich dazu nur in den USA. Juno landete am 19. März 2015 in Frankfurt. Aufgrund der Seltenheit seiner Linien bei den Minis in Europa wuchs seitdem auch der Wunsch, ihn züchterisch zur Verfügung zu stellen. Über das nötige Wissen zu Stammbäumen und sonstigen Hintergründen verfügte ich ja bereits und vertiefte dies durch das Lesen weiterer Bücher sowie auf Seminaren bei langjährigen Züchtern und Genetikern aus den USA. Juno wurde also komplett ausgewertet und steht seitdem sehr ausgewählten Hündinnen zum Decken zur Verfügung. Mein erster Schritt in Richtung Zucht war damit getan. Nicht fern liegt von da aus natürlich die Idee, auch selbst mit einer Hündin in die Erhaltung und Verbesserung der Rasse einzusteigen.

Nola und Leonie | Frühling 2019
Nola und Leonie | Frühling 2019

Passender Weise hatte sich in der Zwischenzeit auch bei meiner Schwester der Wunsch nach einem eigenen Hund entwickelt. Dass Juno hierfür der Vater sein muss, stand für sie außer Frage. Als Leonie dann Whisper kennenlernte, war ihr klar, aus welcher Verpaarung ihr erster eigener Hund sein musste. Nola zog im Frühjahr 2019 ein und wird hoffentlich die Mutter unserer ersten Welpen werden.

 

 

 

Kleine Anekdote am Rande: Meine Mutter, die strikt gegen einen Hund in der Familie war, besitzt noch heute ihren inzwischen dritten Berner Sennenhund und ich neben meinen Aussies auch einen Border Collie. ;-D

 

Natürlich waren wir in den letzten Jahren auch in der Fortbildung unterwegs und haben an diversen Seminaren teilgenommen. Hier eine kleine Auswahl:

Epigenetik

Form Follows Function

Pedigree-Analyse mit C.A. Sharp

Welpenaufzucht

Die Geheimnisse des Merle-Gens

und natürlich diverse Erziehungs- und Agility-Seminare